Hinweis an die Redaktion:
Besorgniserregende Entwicklung im Jahr 2025
"Jedes Jahr machen Zivilist:innen die grosse Mehrheit der Opfer aus. Da viele Submunitionen beim Aufprall nicht explodieren, können Menschen nicht nur während eines Angriffs, sondern auch noch lange nach Ende der Kämpfe Streumunition zum Opfer fallen. Diese explosiven Kampfmittelrückstände haben die gleichen Auswirkungen wie Antipersonenminen. Sie töten oder verstümmeln über Jahre hinweg Zivilist:innen, insbesondere Kinder. Staaten, die diese Waffen heute einsetzen - unabhängig davon, ob sie dem Übereinkommen beigetreten sind oder nicht -, müssen unmissverständlich verurteilt werden. Mit dem Austritt Litauens aus dem Übereinkommen im Jahr 2025 wurden die humanitären Abrüstungsnormen geschwächt. Die Staaten, die vom 14. bis 18. September zur dritten Überprüfungskonferenz in Laos zusammenkommen, müssen ihr festes Bekenntnis zum Vertrag sowie ihre Verurteilung jeglichen Einsatzes - durch welche Staaten auch immer - bekräftigen." - Anne Héry, Leiterin Advocacy bei Handicap International
Die Herausforderung der Räumung von Streumunition
Streumunition ist aufgrund ihrer katastrophalen humanitären Folgen verboten. Sie kann sowohl vom Boden aus abgefeuert als auch von Flugzeugen abgeworfen werden. Sie öffnet sich in der Luft und verteilt ihre explosiven Submunitionen (auch "Bomblets" genannt) über ein grosses Gebiet, ohne dabei zwischen Zivilbevölkerung und Militärangehörigen oder zwischen ziviler und militärischer Infrastruktur zu unterscheiden. Zudem explodieren bis zu 40 Prozent der Submunitionen nicht beim ersten Aufprall. Dadurch können sie über Jahre hinweg wahllos Menschen verletzen und töten. Sie liegen häufig auf Feldern, in Dörfern und Schulen und stellen dort eine Gefahr für die Zivilbevölkerung dar, insbesondere für Kinder.
Die Räumung von Streumunition ist aufgrund des hohen Risikos einer versehentlichen Detonation äusserst gefährlich. Dies gilt insbesondere für instabile oder beschädigte Submunitionen. Dabei sind nicht nur Zivilist:innen, sondern auch die Minenräumungsteams erheblichen Gefahren ausgesetzt.
Die Submunitionen werden direkt am Fundort mit Sprengstoff zerstört und in vielen Fällen nicht abtransportiert. Dies erfordert hoch qualifizierte Teams, Spezialausrüstung und langwierige Einsätze.
Die Bedeutung des Übereinkommens
Insgesamt sind 27 Länder und zwei weitere Gebiete nach wie vor mit Streumunitionsrückständen verseucht; bei zwei zusätzlichen Gebieten besteht ein entsprechender Verdacht.
Im Jahr 2025 haben die von Streumunitionsrückständen betroffenen Vertragsstaaten durch Minenräumungen und Gebietserkundungen 113,98 Quadratkilometer gefährlicher Gebiete gesäubert. Dies entspricht einem Anstieg von mehr als 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2024.
Durch Minenräumungen konnten im Jahr 2025 mindestens 64'898 Streumunitionsrückstände vernichtet werden, gegenüber 83'452 im Jahr 2024 - obwohl die geräumte Fläche zunahm.
Übereinkommen in Gefahr
Mit dem am 30. Mai 2008 verabschiedeten Oslo-Übereinkommen über Streumunition haben sich zwei Drittel der Länder der Welt, das sind 124 Staaten, dazu verpflichtet, die strengen und umfassenden Normen dieses Übereinkommens einzuhalten.
Der Streubomben-Monitor 2026 führt 18 Länder auf, die Streumunition herstellen (oder sich das Recht dazu vorbehalten): Ägypten, Brasilien, China, Griechenland, Indien, Iran, Israel, Myanmar, Nordkorea, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Singapur, Südkorea, Türkei, Ukraine und die Vereinigten Staaten. Die jüngsten Belege für eine Produktion im Jahr 2026 stammen aus China, Indien, Israel, Nordkorea, Rumänien, Russland und Südkorea.
Die nächste Überprüfungskonferenz zum Übereinkommen über Streumunition findet vom 14. bis 18. September in Laos statt. Dort liegen noch immer Millionen von Streumunitionsrückständen, die vor mehreren Jahrzehnten eingesetzt wurden.
Pressekontakt:
Pauline Wilhelm
p.wilhelm@hi.org
022 710 93 36
handicap-international.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Handicap International
Handicap International hilft Schutzbedürftigen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, überall auf der Welt, wo dies nötig ist. Die Organisation erfüllt ihre grundlegenden und spezifischen Bedürfnisse, verbessert ihre Lebensbedingungen und hilft ihnen, sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Empört angesichts der Ungerechtigkeiten, denen Menschen mit Behinderungen und schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen ausgesetzt sind, streben wir nach einer solidarischen und inklusiven Welt, in der alle Unterschiede bereichern und jeder „aufrecht leben“ kann.
Handicap International ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die in Situationen von Armut und sozialer Ausgrenzung, bei Konflikten und Katastrophen interveniert. Sie hilft Menschen mit Behinderungen und schutzbedürftigen Menschen und handelt, damit ihre grundlegenden Bedürfnisse gedeckt werden und sich ihre Lebensbedingungen verbessern.
Handicap International setzt sich ein, damit ihre Würde und ihre Grundrechte besser respektiert werden.
Seit 35 Jahren arbeitet HI mit Menschen mit Behinderungen und schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen und setzt sich dafür ein, ihre Grundbedürfnisse zu decken, ihre Lebensbedingungen zu verbessern und für die Einhaltung ihrer Würde und ihrer Grundrechte zu werben.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Handicap International - Association nationale suisse (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Über 1000 Opfer, 87 Prozent davon Zivilist:innen: Streubomben-Monitor 2026...' auf Swiss-Press.com |
Bezüge aus Pflichtlagern - Versorgung mit Mineralölprodukten ist aktuell sichergestellt
Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL, 10.09.2026KI-Sichtbarkeit wird messbar: Google erweitert Search Console um generative KI-Daten
swiss-press.com / HELP Media AG, 10.09.2026 Helpnews.ch by HELP Media AG, 10.09.2026
13:02 Uhr
FCB-Talent tritt gegen Lichtsteiner nach – dann ist Story weg »
13:01 Uhr
Kostendebakel F-35 – Braucht es eine PUK oder sind die Fakten ... »
12:00 Uhr
Hitzerekorde, Trockenheit, tagelanges Badi-Wetter: So extrem war ... »
11:21 Uhr
UBS-Ausblick: Aufstieg Chinas erhöht Wettbewerbsdruck auf die ... »
06:30 Uhr
KOMMENTAR - Europa geht mit gefährlich niedrigen Gasvorräten in ... »
4-Eier Spätzli
CHF 2.70
Coop
Abruzzen Aries Pecorino IGT Ciavolich 6x 75cl
CHF 101.70
Coop
Adidas Men Duschgel After Sport
CHF 4.20
Coop
Aed Küchenwaage Scale rosa
CHF 19.95
Coop
Ajax Badreiniger
CHF 6.20
Coop
Ajax Blütenfest rote Blumen
CHF 3.50
Coop
Aktueller Jackpot: CHF 1'139'787