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Caritas Schweiz sagt Nein zur Aufweichung des Kriegsmaterialgesetzes, Waffen bringen Zivilbevölkerung in Gefahr



Caritas Schweiz
Bildrechte: Caritas Schweiz
Fotograf: Hasan Belal

29.07.2026, Luzern (ots) - Caritas Schweiz lehnt die Revision des Kriegsmaterialgesetzes ab und unterstützt das dagegen ergriffene Referendum. Sie warnt davor, dass die Gesetzesänderung den Export und die Weitergabe von Schweizer Waffen deutlich erleichtert und damit das Risiko erhöht, dass Schweizer Kriegsmaterial in bewaffneten Konflikten oder durch Unrechtsregime eingesetzt wird.


Die Schweiz verfügt heute über klare Regeln, um zu verhindern, dass exportierte Waffen in Kriegsgebiete oder an Staaten mit schweren Menschenrechtsverletzungen gelangen. Ein zentrales Instrument ist die Nicht-Wiederausfuhr-Erklärung. Diese verpflichtet Käuferstaaten, Schweizer Waffen nicht ohne Zustimmung der Schweiz an Drittländer weiterzugeben.

Mit der vom Parlament in der Wintersession 2025 verabschiedeten Revision wird dieser Schutzmechanismus entscheidend geschwächt. Die Wiederausfuhr von Schweizer Waffen soll künftig grundsätzlich erlaubt sein. Zwar behält der Bundesrat ein Vetorecht, doch dieses ersetzt keine verbindliche gesetzliche Kontrolle.

"Die Revision erhöht das Risiko erheblich, dass Schweizer Waffen indirekt in Bürgerkriegen oder bei Unrechtsregimen landen", sagt Monika Maire-Hefti, Präsidentin von Caritas Schweiz. "Damit stellt die Schweiz den Schutz der Zivilbevölkerung hinter wirtschaftliche Interessen der Rüstungsindustrie."

Schutz der Zivilbevölkerung steht im Zentrum

Die Zahl bewaffneter Konflikte befindet sich weltweit auf einem historischen Höchststand. Besonders betroffen ist die Zivilbevölkerung: Menschen verlieren ihr Leben, werden vertrieben oder leiden unter der Zerstörung lebenswichtiger Infrastruktur wie der Wasser-, Strom- und Gesundheitsversorgung. Als humanitäre Organisation erlebt die Caritas die Folgen von Gewalt und Krieg täglich in ihrer Arbeit in Krisen- und Konfliktgebieten.

"Jede zusätzliche Waffe erhöht die Gefahr für die Zivilbevölkerung", betont Caritas-Präsidentin Monika Maire-Hefti. "Die Verhinderung von Waffenexporten in Konfliktregionen ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Menschenleben." Die Revision sei zudem eine Gefahr für die internationale Glaubwürdigkeit der Schweiz hinsichtlich Dialog und Friedensförderung.

Pressekontakt:

Niels Jost, Mediensprecher Caritas Schweiz

medien@caritas.ch

076 233 45 04


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: Caritas Schweiz / Fotograf: Hasan Belal



Über Caritas Schweiz:

Caritas Schweiz verhindert, lindert und bekämpft Armut in der Schweiz und weltweit in rund 20 Ländern. Caritas Schweiz ist ein eigenständiger Verein mit Sitz in Luzern und Mitglied des internationalen Caritas-Netzwerks, das weltweit 160 Organisationen umfasst.

Gemeinsam mit den Regionalen Caritas-Organisationen setzt sich Caritas Schweiz ein für Menschen, die in der Schweiz von Armut betroffen sind: Familien, Alleinerziehende, Arbeitslose, Working Poor. In den Bereichen Armutsbekämpfung und Asyl und Integration bietet Caritas Schweiz vielfältige Angebote.

Weltweit leistet die Caritas Nothilfe bei Katastrophen und engagiert sich im Wiederaufbau. Mit ihren Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit setzt sich die Caritas in den Bereichen Einkommen, Klima und Migration für Kinder und Erwachsene ein.

Die Caritas steht ein für eine solidarische Gesellschaft und eine Politik, die auf sozial benachteiligte Menschen im Inland und im Ausland Rücksicht nimmt. Sie engagiert sich mit Analysen und Stellungnahmen zu Klima-, Sozial-, Migrations- und Entwicklungspolitik.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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Quellen:
  HELP.ch

Weitere Informationen und Links:
 Caritas Schweiz (Firmenporträt)

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