Ein Vergleich der Perioden vor und nach der Inkraftsetzung der Wohnschutzverordnung im Jahr 2022 zeigt einen Einbruch der Anzahl Wohnungen, für die ein Baugesuch eingereicht wurde, um nicht weniger als 80%. 2025 sind es gerade noch Gesuche für 105 Wohnungen, während der Höchststand im Beobachtungszeitraum ab 2014 bei 1074 Wohnungen (2018) lag. Bern (-44%), Luzern (-33%) und Winterthur (-29%) liegen zwar ebenfalls im Minusbereich, was sich mit einem landesweiten Rückgang des Wohnungsbaus ab 2023 erklären lässt. Dieser Rückgang vermag den Einbruch in Basel-Stadt aber nur zu einem Teil zu erklären. Je länger die Abweichung in Basel-Stadt gegenüber den Vergleichsstädten anhält und je grösser diese Abweichung ist, umso höher ist die Evidenz, dass diese mit den veränderten gesetzlichen Bestimmungen in Zusammenhang steht. Basel-Stadt hat mit der Verschärfung des Mieterschutzes die Bautätigkeit fast komplett abgewürgt. Hoffnungsträger ist Zürich, wobei nicht übersehen werden darf, dass die Gesuchszahlen in Zürich seit 2019 tendenziell ebenfalls rückläufig sind.
Die Stimmbevölkerung des Kantons Zürich, die am 14. Juni 2026 über die Wohnschutz-Initiative befindet, sollte die Finger von Experimenten lassen, die wie in Basel- Stadt zu einem deutlichen Rückgang der Wohnbautätigkeit führen werden. Eine Annahme der Wohnschutz-Initiative wird die Situation am Mietwohnungsmarkt im Kanton Zürich verschärfen, statt sie zu entspannen. Einziges Mittel, um die Mietzinsentwicklung im Zaum zu halten, ist ein ausreichendes Angebot an bezahlbaren Wohnungen, was wiederum eine verstärkte Bautätigkeit voraussetzt.
Die grössten Städte der Deutschschweiz bekunden zunehmend Mühe, einer wachsenden Bevölkerung ausreichenden Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Betrachtet man die Entwicklung der fertiggestellten Wohnungen in den fünf Städten Basel, Bern, Luzern, Winterthur und Zürich, zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen der Bevölkerungsentwicklung und der Wohnungszahl einerseits und der Entwicklung in diesen Städten im Vergleich zu verschiedenen anderen Siedlungsräumen anderseits. In keiner Vergleichsgruppe ist die prozentuale Veränderung des Wohnungsbestands so tief wie in diesen Städten, während deren Bevölkerung unaufhörlich wächst. Zwischen 2014 und 2025 stieg der Wohnungsbestand in Basel, Bern, Luzern, Winterthur und Zürich gemäss Gebäude- und Wohnungsregister GWR kumuliert um 8,5%, die Bevölkerung um 9,5%. Das überproportionale Wachstum der Bevölkerung führt zu einer steigenden Wohndichte. In den anderen Siedlungsräumen lag der Zuwachs des Wohnungsbestands bei zwischen 11,1 und 14,9% und das Wachstum der Bevölkerung unterproportional bei 9,5 bis 12,8%. Dies deutet auf eine sinkende Wohndichte hin. Die Last des Wohnungs- und Bevölkerungswachstum tragen somit nicht die Zentrumsstädte, sondern das Umland.
Lesen Sie die ganze Studie "Update Mai 2026 - Wohnschutzverordnung Basel-Stadt / Wohnungsbau in Deutschschweizer Städten: "From bad to worse" - Basler Wohnbautätigkeit im Koma / In den grössten Schweizer Städten steigt die Wohnungszahl langsamer als ausserhalb", SVIT Schweiz, Mai 2026, https://www.svit.ch/de/studie-basel-bad-worse
Autor und Fachkontakt SVIT Schweiz:
Dr. Ivo Cathomen
Leiter Politik und Kommunikation SVIT Schweiz
Tel. 044 434 78 88
ic@svit.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Der SVIT gliedert sich in zehn Mitgliederorganisationen in der ganzen Schweiz. Dazu kommen fünf eigenständige Fachkammern.
Im SVIT sind zehn regionale Mitgliederorganisationen und fünf Fachkammern (die Schätzungsexperten-Kammer, die Kammer Unabhängiger Bauherrenberater, die Maklerkammer, die Facility Management Kammer und die Fachkammer Stockwerkeigentum) zusammengeschlossen.
Für seine Mitglieder dient der Verband als erfahrener 360-Grad-Partner, der nebst Know- how und einem hochkarätigen Netzwerk vielfältige Services am Puls der Zeit bietet und entwickelt.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| SVIT Schweiz (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Wohnschutzverordnung Basel-Stadt: Wohnbautätigkeit stockt, Wohnungswachstum blei...' auf Swiss-Press.com |
Pro Infirmis öffnet sich für neue Mitglieder
Pro Infirmis, 13.06.2026Stromwirtschaft im Umbruch: Powertage 2026 zeigen Lösungen für das Stromsystem von morgen
MCH Group AG, 12.06.2026Christian Stein zum CEO der Renault Group Spanien ernannt
Renault Suisse SA, 12.06.2026
20:02 Uhr
«Die Initiative ist keine Lösung für Probleme mit der Migration» »
19:32 Uhr
Präsidentenrunde – Kein Bevölkerungsdeckel – aber auch keiner auf ... »
19:22 Uhr
Mallorca-Auswanderer in der Schweiz: «Hier funktioniert fast ... »
1664 Bier Blanc 0.0% 6x33cl
CHF 9.95
Coop
1664 Bier Rosé 6x25cl
CHF 8.50
Coop
1664 Blanc Weizen Bier 6x33cl
CHF 9.95
Coop
1664 Blanc Weizen Bier 6x50cl
CHF 12.95
Coop
Activia probiotischer Joghurt Cerealienmix 8x115g
CHF 5.20 statt 6.95
Coop
Activia probiotischer Joghurt Fruchtmix 8x115g
CHF 5.20 statt 6.95
Coop