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SGK-S zementiert Unterfinanzierung der Spitäler



H+ Die Spitäler der Schweiz


30.01.2026, Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) sieht keine Notwendigkeit, die Spitaltarife an die Teuerung anzupassen. Somit bleibt der KVG-widrige Systemfehler in der Tarifierung bestehen - mit gravierenden Folgen für Versorgungssicherheit, Transformation und Fachkräfte.


Tarife werden in der Praxis auf Basis von Daten verhandelt, die in der Regel zwei Jahre alt sind. Die Teuerung zwischen Datenjahr und Tarifjahr wird aber häufig maximal für ein Jahr - oder gar nicht - in den Tarifen berücksichtigt. Dadurch liegen die resultierenden Tarife stets und systematisch zu tief, um das tatsächliche Preisniveau abzubilden. Das Ergebnis dieses KVG-widrigen Systemfehlers ist eine dauerhafte teuerungsbedingte Finanzierungslücke und Unterfinanzierung der Spitäler und Kliniken, auch jener, die effizient arbeiten.

Transformation und Personal unter Druck

Ohne faire, an die Teuerung angepasste Tarife fehlt die Investitionsfähigkeit, um Ambulantisierung, neue Versorgungsmodelle und Digitalisierung voranzutreiben. Gleichzeitig geht die Nichtgewährung des vollen Teuerungsausgleichs zulasten des Personals: In vielen Häusern bleibt kaum Spielraum, die Teuerung in den Lohnrunden angemessen weiterzugeben.

Auch unabhängige Analysen weisen auf die Schieflage hin: Zwischen 2020 und 2024 stieg die Teuerung um 6,8%, die Tarife hingegen nur um 2,6% (PwC-Studie, November 2025). Mit der Haltung des SGK-S sowie des BAG kann die Unterfinanzierung von rund 25 Prozent im ambulanten Bereich und rund 10 Prozent im stationären Bereich nicht behoben werden. Damit sind die Spitäler und Kliniken dazu verdammt, im Status quo zu verharren, anstatt die Versorgung zugunsten der Patientinnen und Patienten weiterzuentwickeln. Denn die Transformation bedingt Investitionen, die durch zu tiefe Tarife kaum finanziert werden können.

Pressekontakt:

Anne-Geneviève Bütikofer, Direktorin

Tel.: 031 335 11 63

E-Mail: medien@hplus.ch


Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.



Über H+ Die Spitäler der Schweiz:

Als nationaler Verband aller Schweizer Spitäler, Kliniken, Pflege- und Rehabilitationsbetriebe nehmen wir die Interessen unserer Mitglieder als Leistungserbringer und Arbeitgeber auf politischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und ethischer Ebene wahr. Die Förderung des Wohlergehens der uns anvertrauten Menschen bildet die Grundlage unserer Tätigkeit.

Wir erfassen und vertreten die Interessen unserer Mitglieder in Politik und Verhandlungsgremien auf nationaler Ebene als Partner von Behörden, Institutionen, Berufsgruppen und anderen Organisationen des Gesundheitswesens.

Wir sind im Bereich Spitäler, Kliniken, Pflege- und Rehabilitationsbetriebe die nationale Koordinations- Informations-, Service- und Wissensplattform für unsere Mitglieder, Kunden und Partner. Wir erbringen gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheitspolitik, Kommunikation, Tarife, Qualität.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


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Quellen:
  HELP.ch

Weitere Informationen und Links:
 H+ Die Spitäler der Schweiz (Firmenporträt)

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