Die Neuzulassungszahlen leichter Nutzfahrzeuge haben 2022 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein spürbar nachgegeben. Nach 29'251 Inverkehrsetzungen im Vorjahr sank deren Zahl um 14,8 Prozent auf 24'909. Grund für den Rückgang waren vor allem Engpässe bei Zulieferteilen wie Mikrochips oder Kabelbäumen aus ukrainischer Produktion, welche durch den Angriffskrieg Russlands zeitweise lahmgelegt wurde. Dadurch konnte die bestehende Nachfrage nach neuen Lieferwagen und leichten Sattelschleppern bei weitem nicht befriedigt werden. Für das neue Jahr sind die Aussichten laut auto-schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik deutlich positiver: "Wir gehen für 2023 von einer verbesserten Liefersituation und einem Wiederanstieg der Neuimmatrikulationen von leichten Nutzfahrzeugen aus. Auch wenn sich die Konjunktur dieses und nächstes Jahr wie prognostiziert etwas abkühlen sollte, besteht in vielen Betrieben Nachholbedarf. Lieferwagen dürften begehrte und stark nachgefragte Fahrzeuge bleiben."
Das Segment der schweren Nutzfahrzeuge kam 2022 mit einem blauen Auge davon. Mit 3'449 neuen Lastwagen und Sattelzugmaschinen lag deren Zahl lediglich 3,3 Prozent oder 116 Inverkehrsetzungen unter dem Vorjahreswert von 3'565 Neufahrzeugen. Hier konnte der Rückstand im vierten Quartal nochmals verringert werden. Nach dem Erreichen eines historischen Rekordniveaus bei den Neuzulassungen von Personentransportfahrzeugen im Jahr 2021ging deren Zahl erwartungsgemäss zurück. 2022 kamen noch 7'116 Fahrzeuge aus diesem Segment auf die Strassen, ein Minus von 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund ist der Rückgang bei neuen Campern (6'446, -15,1 %), deren Inverkehrsetzungen 2021 mit 7'588 pandemiebedingt enorme Höhen erreicht hatten. Mittlerweile hat sich die Nachfrage nach Wohnmobilen leicht abgekühlt, zudem blieben auch diese nicht von Lieferschwierigkeiten verschont.
Zusammen mit den 225'934 Personenwagen sind 2022 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 261'408 neue Motorfahrzeuge in Verkehr gesetzt worden. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 279'827 stellt dies einen Rückgang um 18'419 Neuimmatrikulationen oder 6,6 Prozent dar.
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